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Wir waren beim Lichtermarkt 2018 dabei

Internationales Fingerfood  (von Kibbeh bis Käsfüßle),  internationale Begegnungen  und  große Wiedersehensfreude beim Treffen von weggezogenen „Haghöflern“,  die für einen abendlichen Besuch mal wieder nach Alfdorf kamen, prägten unseren Abend.


Fluchtland Syrien - Hintergründe der humanen Katastrophe

Das Weltinteresse an Syrien hat in den letzten Monaten deutlich nachgelassen. Aber die Probleme des Landes,  - Bürgerkrieg mit allen Folgen – sind noch lange nicht gelöst. Die Gemengelage vor Ort gestaltet sich auch durch die internationalen Interessen sehr unübersichtlich. Die unterschiedlichen Ansätze um die Konflikte zu lösen, werden von allen beteiligten Gruppen eher boykottiert, statt sie als Chance zu begreifen.

Fazit: Das Morden geht weiter, und viele Menschen begeben sich auf die Flucht mit der Folge, dass der Flüchtlingsstrom nach Europa immer noch nicht abreißt.

Ein Frieden in Syrien ist aus humanen Gründen und auch in Bezug auf die Flüchtlings-Problematik in Deutschland dringend nötig.

Ein exzellenter Kenner der Lage in Syrien, der Historiker & Orientalist, Medienwissenschaftler MA und Diplom Medienpraktiker
Herr Matthias Hofmann

wird uns über die augenblickliche Lage und die Zukunftsaussichten  in Syrien berichten.

Herzliche Einladung zum Vortrag mit Aussprache am:

Mo. 19.02.2018 um 19.30 Uhr im kath. Gemeindehaus St. Clemens Alfdorf

Es ist  eine Veranstaltung  desArbeitskreis Flüchtlinge (AKF) Alfdorf“ und der ev.- kath. Erwachsenenbildung Alfdorf. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende zur Deckung der Kosten gebeten.

 

 


Zwischen Grammatik und Traumata

Ehrenamtliche Deutschlehrer treffen sich in Welzheim

(PM) – Welzheim. Es war das erste Treffen der ehrenamtlichen Deutschlehrer im Welzheimer Wald, zumindest derer, die seit rund zwei Jahren den Flüchtlingen in Welzheim, Alfdorf und Kaisersbach das ABC und die deutsche Grammatik beibringen. Giovanni Deriu war es als Integrationsbeauftragter wichtig, die ehrenamtlichen Deutschlehrer einzuladen, um sich untereinander auszutauschen. Im Dietrich-Bonnhoefer-Haus sprudelten die interessanten Geschichten und Erkenntnisse der Kursleiter nur so hervor. Unter den knapp 15 Teilnehmern gab es ehemalige und noch tätige Lehrer, aber genauso „Quereinsteiger“, die alle davon überzeugt sind, dass Deutschkenntnisse „der Schlüssel zur Integration“ seien. Deriu ging es dabei auch um die Bündelung von Ideen und Konzepten, damit die ehrenamtlichen Lehrer „in etwa dieselben Dinge vermitteln – vom Einfachen zum Schwierigen“. Immer wieder wurde vorgetragen, dass besonders im ländlichen Raum zu wenig Alphabetisierungskurse oder Unterrichtseinheiten für Mütter mit Kinderbetreuung angeboten würden. Die Großgruppen im Unterricht, wie zu Beginn des Flüchtlingszuzugs, weichen immer mehr kleineren Klassen, bis hin zum Einzelunterricht, wie aus Kaisersbach und Alfdorf berichtet wurde. Zudem vollbringen die Deutschlehrer auch immer den Spagat, nämlich zwischen der Vermittlung der deutschen Grammatik und einfacher „Seelsorge“, wie auch Maria-Theresia Rodriguez, die VHS-Dozentin in Welzheim, als Gast und „Input geberin“ zu berichten wusste. Viele Flüchtlinge könnten sich gar nicht so auf den Unterricht einlassen, sie seien gedanklich abwesend, und tragen ihr „Kriegstrauma“ mit sich – was bedeutet, dass die Lehrer nicht immer jedes Thema bis in die Tiefe  durchnehmen könnten. Viel „Fingerspitzengefühl“ sei da gefragt. Das Wissen und die Tätigkeit der ehrenamtlichen Deutschlehrer sollte auch dadurch aufgewertet werden, so Deriu, dass deren Teilnehmerbeurteilungen für mögliche Arbeiten und Berufe, stärker berücksichtig werden. Einstufungen der deutschen Sprachkenntnisse nach dem europäischen Referenzrahmen, nehmen nach wie vor die Volkshochschulen oder ähnliche Institutionen vor, so Dozentin Rodriguez.

Giovanni Deriu



Gemeinde Alfdorf lud Ehrenamt zum Feierabend-Vesper ein

Bürgermeister Segan verbeugt sich vor dem AKF Alfdorf

(PM) – Alfdorf. Ganz Deutschland ist seit fast drei Jahren vom Flüchtlingszustrom im Fokus. Neben den Großstädten sind auch die ländlichen Räume zu Aufnahme- und Integrationsregionen geworden. So auch Alfdorf als Gemeinde, und der „Haghof“ ganz speziell. Knapp 110 Flüchtlinge werden in Alfdorf und im Haghof betreut. Ohne das Ehrenamt wären viele Dinge nicht so gut gemeistert worden, unterstrich Bürgermeister Michael Segan jüngst, als er die freiwilligen Helfer zum einem „Dankes-Vesper“ abends ins Rathaus einlud.

Bürgermeister Segan scheute sich nicht, einen Blick in die schwierige Anfangszeit zurück zu werfen, als er die Bürger damals, anno 2015 im November, in einer Info-Veranstaltung „mitnehmen und für die Herausforderung“ begeistern sollte. Natürlich stieß Schultes Segan auf viele Vorbehalte, genauso die Vertreter des Landes. Weil Bürgermeister Segan aber überzeugt war, die „Flüchtlingskrise“ sei auch eine „Verpflichtung zur humanitären Hilfe“, nahm er die Sorgen der Bürgerschaft zwar ernst, baute aber auch auf den Willen und das Engagement der Bürger, die sich schnell als Ehrenamtliche Helfer im Arbeitskreis Flüchtlinge (AKF) Alfdorf, zusammen schlossen, und die neuen Gäste aus Syrien, dem Irak und Afghanistan sowie aus Afrika begrüßten und unter die Arme griffen. Ohne dieses, auch „selbstlose Engagement“, unterstrich Michael Segan, wäre Vieles sicher nicht so „reibungslos abgelaufen“. Es wurden gleich Deutschkurse angeboten, Kinder wurden in die Kindergärten der Umgebung gebracht, oder einfach im Haghof betreut. Bis heute hilft der AKF Alfdorf mit (s)einem emsigen Kreis an Helfern bei Behördengängen, und dem Ausfüllen der Formulare, wo nötig. Bürgermeister Segan bedankte sich ausdrücklich bei den Ehrenamtlichen des AKF, was dann auch einige rührte, als er sagte: „Vieles war für Sie so selbstverständlich, einfach da zu sein, zu helfen. Sie haben dafür gesorgt, dass viele Vorurteile abgebaut wurden und sich die Flüchtlinge auch schneller heimisch fühlten. Ich verbeuge mich vor Ihnen und Ihrer Leistung in den vergangenen Jahren…“. Den Dank gab Segan auch an Giovanni Deriu, dem Integrationsbeauftragten in der Gemeinde weiter, der als Vermittler auch für Entlastung in der Verwaltung und im Haghof sorgte. Segan hob die Zusammenarbeit und auch Derius „Offenheit“ hervor, Dinge zu benennen, „die zu benennen seien“, auf beiden Seiten. Bei der Bürgerschaft wie bei den Flüchtlingen. Jedenfalls so Segan, sei diese „Einladung zum Abendessen“ längst überfällig gewesen, und gemeinsam mit dessen Büro um Frau Munz, wurde dieses „Feierabend-Vesper“ organisiert. Die Ehrenamtlichen stellten noch spontan Fragen zum Haghof und zur neuen Asylunterkunft in der Hauptstraße (in Modulbauweise), oder auch Anschlussunterbringung (AUB) genannt, und BM Segan unterstrich, dass „es sich um eine Asyl- und Obdachlosenunterkunft“ handele. Bei Fertigstellung würde auch ein „Tag der offenen Türen“ stattfinden, kündigte Alfdorfs Bürgermeister an. Niemand könne voraussehen, ob irgendwann doch nicht „noch zusätzliche Flüchtlinge aus Italien und Türkei“, kämen, so Integrationsbeauftragter Deriu, aber die Zahlen seien rückläufig, bestätigten Segan wie Deriu. Im Vordergrund stehe jetzt wirklich die Integration, mit den Integrationsmanagern, aber auch mit dem Ehrenamt, „in dem ein guter Geist herrsche“, so Deriu, danach wurde das internationale Buffet mit Leckereien aus 1001-Nacht frei gegeben.

Abgerundet wurde der Abend mit interessanten Gesprächen und einem Interview mit Martin Becker, dem Prädikant der evangelischen Landeskirche an den Gmünder Kirchen und im Friedensgebet Welzheim, zudem Initiator des dortigen interreligiösen Dialogs, der seit 2004 aktiv läuft. Die Ehrenamtlichen waren ganz Ohr, und lauschten gespannt, ob der interessanten wie ausführlichen Schilderungen Beckers, über den interreligiösen Dialog, bei dem sich Moslems wie Christen verabreden, auf spirituellen Wegen gemeinsam „wandern“, und auch an Orte des Christentums wie des Islams reisen. Martin Becker schilderte eindrucksvoll, dass „wir Christen sehr offen und liberal“ seien, weil wir eben den Flüchtlingen aus einem anderen Kulturkreis ohne Vorbehalte helfen. „Wir sind alle Gottes Söhne und Töchter“, so Becker. Dass der Integrationsprozess noch längere Zeit andauern würde, bestätigte Becker, und bestimmte Strömungen des Islams müsse sich reformieren und „auf unsere christliche Kultur so zu gehen.“ Hoffnung schenke ihm die Gründung einer liberalen Moschee in Berlin. Besonders der politische Islam müsse Vorbehalte abbauen. Der Dialog in Welzheim sei ununterbrochen am Laufen, manchmal stocke er ein bisschen, aber Becker nähme den Faden immer wieder auf, und baue ganz klar auf die Musliminnen in der Gemeinde, „denn die Frauen seien oft interessierter und neugieriger“, erklärte Becker, und beantwortete anschließende Fragen der Gäste.


Spenden

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